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Marokko - Meknés Mederssa Bou Inania - Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)

Meknés Geschichte

Meknés - Maulay abd-er-Rahman, Sultan von Marokko - Gemälde von Eugène Delacroix, 1845 - Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)



Die im 10. Jahrhundert errichtete Siedlung wurde 1069 von den Almoraviden erobert und von diesen zur Festung ausgebaut. Unter der Herrschaft der Almohaden wurde die Stadt ab Mitte des 12. Jahrhunderts erweitert. Eine Blütezeit erlebte Meknès während der Regierungszeit des Alawitenherrschers Mulai Ismail (1672 - 1727). Zur Sicherung seiner Herrschaft ließ er den für ihn erbauten Palastbezirk von einer 40 Kilometer langen Mauer umgeben. Nach seinem Tod verlor die Stadt rasch an Bedeutung.


Map Meknés


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Marokko - Meknés Stadttor Bab Mansour in Meknes, Marokko - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Toska89 - Lizenz s.u.


1912 wurde Meknès von den Franzosen erobert, unter deren Herrschaft die Neustadt angelegt wurde. Das dreibogige Bab el-Mansour el-Aleuj am südlichen Rand des Platzes ist das mächtigste Tor der Stadt und das wohl bekannteste des gesamten Landes. Die Große Moschee ist das bedeutendste religiöse Bauwerk in der Altstadt. Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet und im 14. Jahrhundert wesentlich ausgestaltet. Nahe der Großen Moschee befindet sich die Medrese Bou Inania, eine der größten Koranschulen in Marokko. Die Wände im Innenhof sind mit Mosaiken geschmückt.



Meknés heute

Meknés Bildquelle: Wikipedia - (Public Domain)


Meknès (auch Miknas genannt), liegt im Norden von Marokko, genauer gesagt im nördlichen Vorland des Mittleren Atlas. Die Stadt liegt in einer fruchtbaren Ebene, zu beiden Seiten des Boufekrane. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und eine der vier marokkanischen Königsstädte (neben Fès, Rabat und Marrakech). Ihre Lage in einer der ertragreichsten Regionen des Landes macht die Stadt zu einem wichtigen Handels- und Verarbeitungszentrum für landwirtschaftliche Produkte, vor allem für Gemüse, Oliven, Wein und Zitrusfrüchte. Im produzierenden Gewerbe dominiert die Herstellung von Bekleidung und Textilien sowie von Palmöl, Metallwaren und Baustoffen. Traditionell von großer Bedeutung wie überall in Marokko ist das Kunsthandwerk.

Tourismus in Meknés

Meknés - Ruinen Ruinen der Gebäude von Sultan Mulay Ismail - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Josep Renalias - Lizenz s.u.


Meknés hat etwa 550 000 Einwohner. Von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung ist der Tourismus. Zu den meistbesuchten kulturellen Einrichtungen gehört das Museum für Marokkanische Volkskunst. Das Museum beherbergt Sammlungen zu allen Bereichen des marokkanischen Kunsthandwerks, darunter Teppiche, Lederwaren und Schnitzereien aus Holz. Berühmt ist das Museum auch für seine Koranhandschriften. Der Boufekrane teilt die Stadt in die ab 1912 errichtete Neustadt im Nordosten und die Altstadt (Medina) im Südwesten. Der größte Platz der Medina ist die Place el-Hédim, ein beliebter Anziehungspunkt, auf dem sich abends Gaukler und Straßenhändler tummeln. Im Süden der Medina erstreckt sich das Gelände der Königsstadt von Sultan Mulai Ismail mit prachtvollen Palast- und Residenzgebäuden sowie ausgedehnten Park- und Gartenanlagen. Das Areal umfasst außerdem ein vier Hektar großes Wasserbecken - Bassin d’Agdal - und einen mächtigen Getreidespeicher, dessen Gewölbe bei einem schweren Erdbeben (1755) teilweise zerstört wurde.

Besichtigungen

Meknés - Dar el Mar Bildquelle: Wikipedia - Autor: Josep Renalias - Lizenz s.u.


Die Stadt Meknés ist durch den mächtigen Sultan Moulay Ismail geprägt worden. Gigantische Mauern umgeben die immer noch schöne Stadt. Besichtigen Sie das monumentalste Tor Marokkos, das Bab el Mansour, die Grabmoschee Moulay Ismails sowie die Souks von Meknés. Das Mausolée de Moulay Ismaïl zählt zu den bedeutendsten Grabmoscheen Marokkos. Die Grabmoschee des exzentrischen Sultans wurde von seinen Nachfolgern, der noch heute regierenden Dynastie, prächtig ausgebaut und von Mohammed V. restauriert. Auch Nichtmuslime dürfen das Mausoleum betreten und können vom Vorraum aus in den überreich geschmückten Grabraum blicken. Über dem vergitterten Sarkophag wölbt sich eine zwölfeckige Schnitzkuppel.


Am eindrucksvollsten sind die Stadtmauern von fast 20 km Länge mit dem riesigen Tor des Bab el-Mansour. Später bediente man sich dann des mächtigen Mauerwerks großzügig als Steinbruch.

Meknés - Estany de l'Aguedal Bildquelle: Wikipedia - Autor: Josep Renalias - Lizenz s.u.


Weiterhin interessant ist die aufgegebene Médersa Bou Inania. Sie entstand während der Herrschaft Abou Inans (1351-1358). Von den fünfzig Studentenkammern haben einige kein Fenster, andere gewähren durch winzige Schlitze einen Blick auf die enge Gasse. Der ruhige Innenhof überrascht mit dekorativem Raffinement: Kachelmosaiken, Gipsstuckatur, Inschriftenfriese mit Koransuren und Schnitzwerk aus Zedernholz. Mittelpunkt des Innenhofs ist eine muschelförmige Marmorschale für die rituellen Waschungen vor dem Gebet. Der eindrucksvolle maurische Wanddekor setzt sich im Betsaal fort und erreicht in der fünfeckigen Gebetsnische und ihrem Rahmenfeld seine Vollendung.

Information:


Die Fotos "Ruinen; Estany de l'Aguedal; Dar el Mar - Autor: Josep Renalias" - "Bab Mansour in Meknes, Marokko - Autor: Toska89" - "Mederssa Bou Inania" - Artikel Meknés - stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotodateien unterliegen der Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported und dürfen unter deren Bedingungen weitergegeben werden.








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