Marokko - Marrakech Platz Djemaa el Fna - Schlangenbeschwörer
Übersicht
Marrakech - „Die rote Stadt" ist die anerkannte Kunst- und Kulturstadt Marokkos. Am Fuße der Gebirgskette des Hohen Atlas gelegen ist die Farbe ihrer Stadtmauern vorherrschend - erst kürzlich ist der berühmte Gauklerplatz zum Weltkulturerbe durch die UNESCO erklärt worden. In Marrakech vereinen sich die Antike und Moderne harmonisch. In der Neuzeit entwickelte sich die Stadt zu einem ansprechenden Handelszentrum mit mehr als einer halben Million Einwohnern, Tendenz steigend. Mit ihrem „Palais des Congres" entwickelte sich die Stadt zu einem internationalen Tagungsort und ist heute regelmäßiger Gastgeber für Konferenzen.
Bildquelle: Pixelio.de - Fotograf: Zaubervogel
Map Marrakech
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Medina
Marrakech ...in der Medina..
Marrakech teilt sich in mehrere Zonen, die zwei wichtigsten sind: Medina und Gueliz. Die Medina ist wegen ihrer Märkte, Bauten und Sehenswürdigkeiten für Touristen der interessantere Teil. Wer gute Hotels, Bars und Restaurants sucht, der orientiert sich eher nach Gueliz. „In blinde Mauern eingeschlossene Intimität, jedes Eindringen aus der überfüllten Straße wird durch die kleinen Türen verwehrt, die man nie ganz, immer nur einen Spalt weit öffnet, und die schwere Schlösser haben." Die lyrische Beschreibung des französischen Autors Claude Ollier ist ein Versuch, die Altstadt von Marrakech als Inbegriff der arabisch - islamischen Stadt schlechthin zu kennzeichnen.
Bildquelle: Pixelio.de - Fotograf: Zaubervogel
Arabische Häuser
Beim Besuch von Marrakech sehen Sie die schroffen Außenmauern, bröckelnde Gesimse, rissige Verputze, hierund da ein Gitterfensterchen, Türen, die eher Einstiegsluken sind: Die Fassaden der arabischen Häuser wehren den Besucher ab. Wer aber die Medina von Marrakech durchstreift und ein paar Schritte aus den Gassen heraustritt, wer also einen Blick durch die spaltbreit geöffneten Türen erhascht oder durch ein nurangelehntes Tor tritt, der wird äußerst überrascht sein: in den engen, schattigen Gassen draußen ein Getöse, und hier in den Innenhöfen, vollendete Ruhe und lichtdurchflutete Stille.
Platz Djemaa el Fna
Im Herzen der Medina von Marrakech liegt der Platz Djemaa el Fna. Dieser Platz ist zweifellos die Hauptattraktion der Stadt. Es werden allerlei Waren angeboten, darunter Exotisches wie getrocknete Echsen, Kröten, Schlangenhäute und die verschiedensten undefinierbare Gebräue und Salben. Heute ist er aber nicht nur Marktplatz, sondern ein Ort für allerlei Spektakel, ein Jahrmarkt und Rummelplatz, auch Bühne und Arena für Theater. Schon am frühen Morgen locken die Flöten der Schlangenbeschwörer und breiten Händler ihr Sortiment an Waren auf Wolldecken aus. Märchenerzähler, Wunderheiler, Feuerschlucker und Zahnausreißer nehmen Aufstellung, um ihr geschäftiges Tagwerk zu beginnen. Sofort bildet sich ein Ring von Schaulustigen um die Akrobaten und umringen Menschentrauben die Possenreißer. Man muss nicht Arabisch können, um ihre komischen Inszenierungen zu verstehen. In diesen Menschenanmengen ist immer wieder das Glockengeläut der Wasserverkäufer zu hören, auch sie prägen das Bild des Platzes Djemaa el Fna. Einen kurzen Einblick gewährt das untenstehende Video.....!
Menaragärten
Marrakech Platz Djemaa el Fna
Abends gehört der Platz den Marokkanern. Essenstände werden aufgebaut, in den Garküchen brutzelt und duftet es himmlisch - der Platz ist eine viel genutzte Volksküche. Erst tief in der Nacht werden die glitzernden Lichter der Lampen allmählich weniger. Die Menaragärten aus dem 12. Jahrhundert wurden von den Almohaden errichtet und im 19. Jahrhundert als Obst- und Olivenplantagen angelegt. Lohnende Besichtigungspunkte von außen sind das Palais aus der Saadierzeit , das mit einem Pyramidendach aus grün glasierten Ziegeln gedeckt ist, und das Bewässerungsbecken - eines der beliebtesten Fotomotive- vor allem dann, wenn bei klarem Wetter im Winter die schneebedeckten Hänge des Hohen Atlas eine attraktive Kulisse bilden.
Bildquelle: Pixelio.de - Fotograf: Zaubervogel
Gärten und Palais
Der schönste von allen Gärten ist der Jardin Majorelle in der Neustadt. Vom Platz Djemaa el Fna aus ist das Wahrzeichen Marrakeschs zu sehen- die Moschee Koutoubia. Sie verdankt ihren Namen dem Souk der Buchhändler, der sich einst auf diesem Gelände befunden haben soll. Der Ruhm der Koutoubia Moschee gründet vor allem auf dem 77 m hohen Minarett, dem einzigen vollendeten, originalen Gebetsturm aus der Zeit der Almohaden. Einige hundert Meter weiter südlich liegt eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit: das Palais de la Bahia.
Saadier Gräber
Das Palais de la Bahia wurde um 1900 in orientalischer Pracht angelegt, und auch ohne Möblierung vermitteln die mit Schnitzereien aus Zedernholz, Kachelmosaiken und Stuckarabesken ausgeschmückten Räume einen anschaulichen Eindruck von der maghrebinischen Wohnkultur. Ebenfalls interessant sind die Saadier - Gräber. Der Zugang zu den Gräbern wurde erst 1917 bei Bauarbeiten wieder entdeckt. Von einer Mauer umschlossen, enthalten die Gräber zwei Mausoleen, die in einem prachtvollen Garten liegen. In den mit Marmor, Mosaiken sowie Stuck-und Zedernholzarbeiten ausgeschmückten Grabbauten sind vier Sultane mit 62 Mitgliedern ihrer Familien beigesetzt.
Quellenangabe:
Die Fotos "Stadtgarten" und "Platz Djemaa el Fna - Schlangenbeschwörer" und "Saadier Gräber" und "Menara Gärten" und "Koutoubia Moschee" - Artikel Marrakech - stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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