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Marokkokarte
Die Mittelmeerküste
Die Küste besitzt einen deutlich mediterranen Charakter. Tanger, die legendäre Hafenstadt, war von 1923 bis 1956 internationale Freihandelszone und Treffpunkt von Künstlern und Prominenten aus Europa und Amerika. Heute hat sie etwas von ihrem kosmopolitischen Flair verloren. Aber noch immer ist Tanger „anders" als die übrigen Städte Marokkos. Tetouan und Chefchaouen mit ihren eher andalusisch wirkenden Altstädten und schönen Medinas sind lebendige Beispiele spanisch-marokkanischer Geschichte und Baukunst. An der Mittelmeerküste zwischen Tanger und Nador stößt man auf kleine Flüsse, Buchten, geschützte Strände und Klippen, die ideal zum Schwimmen, Fischen und Bootsfahrten sind. Al-Hoceima, M’Diq, Taifor und Smir/Restinga sind neue Urlaubsorte mit guten Unterkunftsmöglichkeiten. Al Hoceima war allerdings von dem Erdbeben im Februar 2004 stark betroffen.
Die Atlantikküste
Atlantischer Ozean
Die Atlantikküste ist an vielen Stellen felsig, hat aber auch gute Sandstrände und windgeschützte Buchten. An der etwa 2.950 km langen Küste haben Portugiesen, Spanier und Franzosen deutliche Spuren ihrer Baukunst hinterlassen. Im Norden liegt die Hauptstadt Rabat, die nach dem etwas weiter südlich liegenden Casablanca die zweitgrößte Stadt des Landes und eine der vier Königsstädte ist. Weiter südlich folgt El Jadida, deren palmengesäumte Avenues den Eindruck eines Badeortes an der Cöte d'Azur vermitteln. Hier liegt die beeindruckende, portugiesische Festung Mazagan.
Marokko - Essaouira
Noch weiter südlich liegt Essaouira (Cite Portugaise), ein auf einer Halbinsel gelegenes Fischerörtchen mit rötlich-braunen Befestigungsmauern, einem unbezwingbaren Fort und den berühmten weißen Häusern mit ihren blau gestrichenen Fenstern und Türen. Nach einer etwa 150 km langen Fahrt entlang des schönsten Teils der Atlantikküste erreicht man die Stadt Agadir, die 1960 durch ein Erdbeben nahezu vollständig zerstört wurde. Agadir ist heute eine der modernsten Städte Marokkos.
Das Atlasgebirge
Marokko Das Atlasgebirge
Das Atlasgebirge wird allgemein unterteilt in die Regionen des mittleren und des hohen Atlas. In den relativ waldreichen und fruchtbaren Ebenen sind die beiden Königsstädte Fes und Meknes die herausragenden Höhepunkte einer Region, die mit ihren Zedernwäldern und beeindruckenden Schluchten und Wasserfällen außergewöhnlich vielfältige Wanderrouten bieten. Besuchen sollten Sie den Markt in Azrou sowie den dienstäglichen Wochenmarkt in Beni Mellal. Der Ort Ifrane ist ein bedeutender Wintersportort. Die etwa 1.400 m hoch gelegene Stadt Midelt ist ein Umschlagsplatz für die berühmten Berberteppiche.
Marrakech Platz Djemaa el Fna
Am Fuße des Hohen Atlas gelegen, ist Marrakech die lebendigste der vier Königsstädte. Ihre roten Stadtmauern heben sich leuchtend vor dem Hintergrund der weiß verschneiten Berge ab. Marrakech ist das Eingangstor zu den einsamen Berberdörfern in der faszinierenden Bergwelt des Hohen Atlas. Ein Höhepunkt jeder Marokkoreise ist sicherlich der Aufenthalt in Marrakech, einer der vier Königsstädte. In der Medina findet man die buntesten, belebtesten und größten Souks im ganzen Land. Die Stadt selbst ist mit vielen liebevoll angelegten Grünanlagen und Parks aufgelockert. Der Djemaa-el-Fna-Platz mit seinen Marktständen verwandelt sich jeden Nachmittag in eine Zirkusarena, wo Schlangenbeschwörer, Wahrsager, Zauberer, Wunderdoktoren und Possenreißer gegen ein kleines Entgelt zu unterhalten wissen.
Bildquelle: Pixelio.de - Fotograf: Zaubervogel
Der Anti-Atlas
Marokko Das Dra - Tal im Anti-Atlas
Der Anti-Atlas ist eines der ältesten Gebirge mit Höhen um 2.000 m und vielen trockenen Flußtälern. Die Vegetation ist wüstenähnlich: es fallen unter 200 mm Regen im Jahr. Agadir liegt zwischen Hohem Atlas, Sous und Anti-Atlas. Der Hohe Atlas setzt sich im Süden nach dem Berg Djebel Siroua mit dem Anti-Atlas fort. Die Ebene zwischen Anti-Atlas und dem Hohen Atlas heißt Sous, begrenzt vom Oued Souss, der bei Agadir in den Atlantik mündet.
Der Süden Marokkos
Marokko Marokko - Taroudant
Auf dem Weg von Marrakech nach Süden liegt die beeindruckende Festung Kasbah-Telouet an einer Karawanenstraße, die im 19. Jahrhundert von dem mächtigen Berberstamm der Glaoua errichtet wurde. Ihr Oberhaupt, der Glaoui, war bis zur Unabhängigkeit Gegenspieler des marokkanischen Königs und kollaborierte mit den Franzosen, die in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Garnisonsstädte Ouarzazate, Zagora und Erfoud für ihre Fremdenlegion errichteten. Weit interessanter sind die jahrhundertealten Orte Amezrou, Tamegroute, das Dades-Tal und die gleichnamige Schlucht, sowie die eindrucksvolle Todra-Schlucht, die heute das Zentrum der Free-climber ist. Amezrou ist bekannt für seine Goldschmiedekunst und einer schönen Mellah, einem jüdischen Viertel aus dem 14. Jahrhundert. Tamegroute war ein ehemals bedeutendes religiöses Zentrum und letzter Etappenhalt der Karawanen vor der Sahara.
Aït-Ben-Haddou
Aït-Ben-Haddou ist ein Ksar (befestigtes Dorf) am Fuße des Hohen Atlas im Südosten Marokkos. Der Ort liegt etwa etwa 30 Kilometer von der einstigen französischen Legionärsstadt Ouarzazate entfernt. Das Dorf Aït-Ben-Haddou besteht aus mehreren ineinander verschachtelten Kasbahs, die in traditioneller Lehmbauweise errichtet wurden. Wie lange der Ort noch als normale Siedlung bestehen kann ist unklar, da die Erhaltung der Kasbah einen hohen Pflegeaufwand erfordert. Dieser konnte in der Vergangenheit durch die Bevölkerung geleistet werden. Verfall und Aufbau hielten sich die Waage. Der seit Jahren sinkende Wasserstand gefährdet den Bestand der aus Lehm gebauten Häuser. Zudem hat der Ort mit einer Abwanderung der Jugend in die Städte zu kämpfen. Im Jahr 1987 wurde Aït-Ben-Haddou in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Weitere Informationen der UNESCO zur alten Wüstenstadt - der Kasbah von Aït-Ben-Haddou - finden Sie hier....!
Ein Video von YouToube zeigt einen schönen Überblick der Kasbah.
Quellenangabe:
Die Fotos "Aït Benhaddou - Autor: Jerzy Strzelecki", "Kasbahs in Aït Benhaddou - Autor: Donar Reiskoffer" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB]
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